Für Lehrende und Lernende

Raus aus der Schule und rein ins Archiv: Mit Archivalien Geschichte greifbar machen. Speziell diesem Zweck dienen die Informationen für Pädagogen. Es gibt nur wenige Orte, an denen Geschichte so greifbar wird wie in Archiven - lebendige Orte der Geschichte und historischen Bildung. Archive laden zur Begegnung mit historischen Ereignissen, Entwicklungen und Personen ein, sie regen zum eigenständigen Erforschen des Vergangenen an und fordern zur kritischen Auseinandersetzung auf.

„Archivgut bewahren - Geschichte erforschen“ - so lautet der Leitsatz des Geheimen Staatsarchivs als außerschulischer Lernort. Dabei geht es vorrangig darum, besonders bei Schulkindern und Jugendlichen das Interesse an Geschichte zu wecken und Kompetenzen im Umgang mit historischen Quellen zu vermitteln. In Führungen und Projekttagen ab Klasse 9 erwerben Schulkinder und Jugendliche Wissen über Geschichte, das Archiv und seine Historie, aber auch über seine Bestände, Nachlässe und Sammlungen, und vertiefen dieses bei eigenem praktischen Tun. Sie lernen das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz bei diesen Veranstaltungen vor Ort 'hautnah' kennen. Das Archiv berät und unterstützt zudem bei Teilnahmen am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sowie bei der Themenwahl von Präsentationsprüfungen beziehungsweise Facharbeiten.

Für eine erste Einführung in die Archivarbeit stehen für Jugendliche ab Klasse 8 drei umfangreiche Archivkoffer und fünf kleinere Archivkoffer zur Verfügung. Die Koffer, die im Rahmen einer dreijährigen Kooperation mit der Schule an der Haveldüne (8. Integrierte Sekundarschule Spandau) entstanden, enthalten Materialien aus dem Mittelalter, der Frühen Neuzeit sowie dem 18. bis 20. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um originalgetreue Nachbildungen der im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz verwahrten Quellengattungen, also vor allem um Urkunden, Akten, Amtsbücher, Karten und Pläne, Bilder/Plakate, Siegel und Wappen. Sie beziehen sich auf historische Ereignisse, wie zum Beispiel den Dreißigjähriger Krieg, die Einwanderung der Hugenotten, die Revolution 1848, den Ersten Weltkrieg oder die Industrialisierung und den gesellschaftlichen Wandel.

Zu den Archivkoffern liegen umfangreiche Begleithefte vor. Diese enthalten Schriftbeispiele und deren Transkriptionen, ein Glossar archivischer Begriffe sowie Materialien und Informationen zur Nutzung und zum Umgang mit Akten (Lupe, Keilkissen, Bleischlange, Lesezeichen). Vervollständigt wird dieses Angebot durch umfassendes Informationsmaterial über das Archiv und seine Bestände, Nachlässe und Sammlungen sowie eine pädagogische Handreichung zu Quellengattungen.

Mit den Archivkoffern erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit allem Sinnen zu lernen und den Unterrichtsgegenstand Quelle - wortwörtlich - zu begreifen. Zudem soll ihnen gezeigt werden, wie vielfältig die Arbeit mit Quellen sein kann.

Die Archivkoffer können von Pädagogen kostenfrei im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz entliehen werden.

Für interessierte Lehrkräfte wurden zudem Materialien zu den Modulen „Frauen“ und „Propaganda“ im Ersten Weltkrieg für ihre Unterrichtsgestaltung erarbeitet.

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