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Papsturkunden des Deutschen Ordens digitalisiert
News vom 12.05.2026
Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz hat in einem internen Projekt 587 mittelalterliche Urkunden aus dem Staatsarchiv Königsberg konservatorisch bearbeitet und digitalisiert. Die Digitalisate sind nun über die Archivdatenbank online zugänglich und mit den zugehörigen Verzeichnungsinformationen verknüpft.

Bei den digitalisierten Urkunden handelt es sich überwiegend um Papsturkunden des Deutschen Ordens in Preußen. Diese Dokumente veranschaulichen eindrucksvoll die Verbindung zwischen dem Deutschen Orden und dem Papsttum im Mittelalter. Als höchste Autorität eines geistlichen Ordens spielte der Papst eine existentielle Rolle für den Deutschen Orden, der sich in Preußen im 13. Jahrhundert als Landesherr etablierte. Die digitalisierten Urkunden veranschaulichen somit einerseits die weitreichenden Privilegierungen des Deutschen Ordens durch das Papsttum; andererseits geben sie zugleich vielfältige Einblicke darin, wie der Papst durch rechtssetzende Urkunden maßgeblich an der Ausgestaltung der politischen Verhältnisse in Preußen mitwirkte.
Die älteste Urkunde aus dem Staatsarchiv Königsberg. Papst Clemens III. nimmt die deutsche Bruderschaft der Kirche Santa Maria zu Jerusalem in seinen Schutz. 1191 Februar 6. GStA PK, XX. HA, Perg.-Urkk., Schieblade 1, Nr. 1
Interessierte Nutzerinnen und Nutzer haben nun die Möglichkeit, die Urkunden orts- und zeitunabhängig zu recherchieren und im Detail zu untersuchen. Hochauflösende Abbildungen ermöglichen dabei eine genaue Betrachtung der Urkunden sowie deren Siegel.

