Brandenburg interregional

News vom 27.09.2021

Wie innovativ war die als ›Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation‹ bekannte Mark Brandenburg? Dieser Frage stellt sich die 10. Tagung des Netzwerks HiKo_21 unter dem Titel "Transformationsprozesse in der Mark Brandenburg im interregionalen Vergleich". Interessenten können sich noch bis 1. November 2021 für die Tagung anmelden, die am 11. und 12. November 2021 in den Räumlichkeiten der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften stattfindet.

Logo der Historischen Kommission zu Berlin
Logo © Historische Kommission zu Berlin e.V.

Die Mark Brandenburg als ›Streusandbüchse des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation‹ wird gemeinhin nicht als Impulsgeber oder Innovationsraum in der deutschen Geschichte gesehen, da – so das Narrativ der Forschung – in ihr lediglich Entwicklungen aus anderen Territorien in unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufgenommen wurden, die zu einer ›Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen‹ (Ernst Bloch) führten. Doch wie steht es um diese in breiten Kreisen wahrgenommene und vielfach postulierte Rückständigkeit? Hält die These von der rückständigen Mark Brandenburg dem historischen Vergleich mit anderen Regionen stand?

Da sich – so die Grundannahme – Fortschritt oder Verspätung am eindrücklichsten in Transformationsprozessen offenbaren, soll dem Entwicklungsgrad der Mark Brandenburg in der Übergangsphase vom Spätmittelalter in die Frühe Neuzeit anhand von ausgewählten Transformationsprozessen im 15. und 16. Jahrhundert nachgegangen werden.

Dazu wird mit der Tagung das Postulat der modernen Landesgeschichte aufgegriffen, Räume interregional zu betrachten, wobei vier große Themenfelder im Vordergrund stehen werden: Adel und sozialer Wandel, Militär, Regierung und Verwaltung sowie das Kirchenwesen. In diesen vier Untersuchungsgebieten wird anhand von themenspezifischen (großen) Transformationsprozessen die Mark Brandenburg mit jeweils zwei anderen Territorien und deren Entwicklung verglichen. Dadurch lassen sich bisher isoliert regional verortete Impulse und Akteure in einen wesentlich größeren Bezugsrahmen stellen.

Die Historische Kommission zu Berlin e.V. ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die Forschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte Berlin-Brandenburgs sowie Brandenburg-Preußens durch wissenschaftliche Projekte, Publikationen, Vorträge, Tagungen und andere öffentliche Veranstaltungen fördert und initiiert. Ein Anliegen der Kommission ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, wofür 2014 das Programm HiKo_21 ins Leben gerufen worden ist. Nähere Informationen finden Sie auch unter www.hiko-berlin.de.

Konzeption: Ellen Franke M.A., Dr. Uwe Tresp und Prof. Dr. Grischa Vercamer.

Flyer (PDF, 1279 KB, nicht barrierefrei) und Plakat (PDF, 925 KB, nicht barrierefrei) der Tagung als Download.

Anmeldung: Es wird um Anmeldung gebeten bis zum 1. November 2021 unter info@hiko-berlin.de.

Tagungsort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin.

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