FAQ zur Instandsetzung des Magazins

FAQ zur Instandsetzung des Magazins

Warum wird das Magazin in Dahlem instandgesetzt? 

Das 1924 fertiggestellte Magazingebäude in Dahlem ist über 100 Jahre alt. Es entspricht in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine bestandsschonende und nachhaltige Lagerung von Archivgut. Mit der Instandsetzung werden Gebäudehülle, Klimaund Lüftungssituation, Brandschutz und Lagerungsstruktur so ertüchtigt, dass die unikalen Überlieferungen zur Geschichte Preußens langfristig bewahrt und nutzbar bleiben und gleichzeitig der Energiebedarf so gering wie möglich ist. 

Hat die Magazininstandsetzung etwas mit der Sanierung der Staatsbibliothek zu Berlin zu tun? 

Nein, die Magazininstandsetzung des Geheimen Staatsarchivs ist eine eigenständige Bauunterhaltungsmaßnahme im Rahmen des Sonderprogramms Bauunterhalt des Bundes für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Sanierung der Staatsbibliothek zu Berlin ist ein anderes Bauprojekten und steht in keinem Zusammenhang mit der Instandsetzung des Magazins in Dahlem. 

Wann beginnen die Arbeiten und wie lange dauert die Magazinsanierung? 

Die vorbereitenden Maßnahmen laufen bereits längere Zeit. Die Auslagerung der Bestände beginnt voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026. Die bauliche Instandsetzung des historischen Magazins ist ab 2027 vorgesehen und wird voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein. 

Bleibt das Geheime Staatsarchiv während der Magazininstandsetzung geöffnet? 

Ja, der Forschungssaal des GStA PK bleibt geöffnet. Es gibt jedoch organisatorische Einschränkungen. Ab dem 1. März 2026 ist montags der Forschungssaal geschlossen. Das ist notwendig, um die umfangreichen Vorbereitungs- und Umzugsarbeiten bewältigen zu können. 

Welche Auswirkungen hat die Magazinsanierung auf den Benutzungsbetrieb? 

Während der Vorbereitungsphase und der eigentlichen Baumaßnahmen kann es zeitweise zu Einschränkungen bei Öffnungszeiten, Bereitstellungsfristen und der Verfügbarkeit einzelner Bestände kommen. Der Großteil der Bestände bleibt aber nutzbar. Vorübergehend nicht verfügbare Bestände werden auf der Website ausgewiesen, damit Sie Ihre Recherchen besser planen können. Von der Website gelangen Sie auch zu den entsprechenden Informationen in der Archivdatenbank, wo Sie erfahren können, ob eventuell Ersatzformen wie Digitalisate oder Mikrofilme vorliegen.

Wie lange wird der Benutzungsbetrieb eingeschränkt sein? 

Feldfunk Einschränkungen sind bereits seit Anfang 2026 spürbar. Die Bestände GStA PK, I. HA, Rep. 87 Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten (Nr. 1–7805) sowie GStA PK, XX. HA, EM Etatsministerium stehen ausschließlich in Form von Mikrofilmen zur Verfügung. Der Forschungssaal ist ab dem 1. März 2026 montags für die Nutzung geschlossen. Weitere Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Beständen werden vor allem in der Phase der Auslagerung ab Mitte 2026 eintreten. Ziel ist aber, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und Mikrofilme oder Digitalisate für die gesperrten Bestände zur Verfügung zu stellen.

Welche Bestände werden verlagert oder ausgelagert? 

Insgesamt müssen rund zehn laufende Kilometer Archivgut ausgelagert, dies sind etwa 22 % des Archivguts. Eine Übersicht der betroffenen Bestände finden Sie hier. Dieses Archivgut wird sicher ausgelagert und steht währenddessen nicht mehr zur Verfügung. Betroffen sind vorrangig Archivalien, für die bereits Digitalisate oder Mikrofilme existieren, die selten benutzt werden oder die noch unerschlossen sind.

Was passiert mit den ausgelagerten Beständen? 

Die ausgelagerten Bestände werden in geeigneten, sicheren Lagerräumen untergebracht, die die konservatorischen Anforderungen erfüllen. Während der Auslagerung – voraussichtlich für zwei bis zweieinhalb Jahre – sind diese Bestände in der Regel nicht direkt als Originale nutzbar. Wo Ersatzformen existieren, stehen diese weiterhin zur Verfügung, zum Beispiel als Digitalisate online oder als Mikrofilme im Forschungssaal. Welche Bestände betroffen sind, erfahren Sie hier.

Wann stehen ausgelagerte Bestände wieder zur Verfügung? 

Die ausgelagerten Bestände sollen nach Abschluss der baulichen Instandsetzung, voraussichtlich ab Anfang 2029, schrittweise wieder in ein erneuertes, optimiertes Magazin zurückkehren. Anschließend werden sie wieder wie gewohnt im Benutzungsbetrieb zur Verfügung stehen. Über den Zeitpunkt der Wiederverfügbarkeit einzelner Bestände informiert das Archiv rechtzeitig über seine Website.

Welche Ersatzangebote gibt es während der Instandsetzung? 

Für einige der ausgelagerten Bestände existieren Digitalisate oder Mikrofilme, die online oder im Forschungssaal genutzt werden können. Zusätzlich unterstützt das Archiv Sie durch Auskunfts- und Beratungsangebote bei der Suche nach alternativen Quellen und Beständen.

Kann ich trotzdem mit meinen geplanten Recherchen beginnen? 

In den meisten Fällen ja: Der Großteil der Bestände bleibt auch während der Magazininstandsetzung zugänglich. Wir empfehlen aber, sich frühzeitig zu informieren, ob die benötigten Bestände betroffen sind, und gegebenenfalls auf Digitalisate oder Mikrofilme auszuweichen.

Kann ich Akten aus Beständen, die ausgelagert werden sollen, noch digitalisieren lassen? 

Ja, bis zum 31. Mai 2026 werden Anträge auf Erstellung von Reproduktionen dieser Bestände noch entgegengenommen und umgesetzt. Danach sind die Bestände auch für die Digitalisierung gesperrt. Bis 31. Mai 2026 können Sie diese Bestände ebenfalls im Forschungssaal des GStA PK selbst fotografieren. 

Wie erfahre ich, ob ein bestimmter Bestand von der Auslagerung betroffen ist? 

Eine laufend aktualisierte Übersicht der bereits nicht verfügbaren sowie der von der Auslagerung betroffenen Bestände finden Sie auf der Website des GStA PK. Dort werden auch Hinweise zu Nutzungseinschränkungen mitgeteilt. Darüber hinaus können Sie sich mit Ihren Anfragen jederzeit gerne an die Mitarbeitenden des GStA wenden. 

An wen kann ich mich bei Fragen zur Magazinsanierung wenden? 

Für Fragen zur Magazinsanierung und zu Nutzungseinschränkungen steht Ihnen das Geheime Staatsarchiv über die üblichen Kontaktkanäle zur Verfügung.

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