Entlassung Neuenburgs aus dem preußischen Staatsverband, 1857

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Der letzte König der Schweiz

Der letzte König der Schweiz- so könnte Friedrich Wilhelm IV. von Preußen auch bezeichnet werden. Seit 1707 zählte das Fürstentum Neuchâtel aufgrund ständischer Option und Lehensrechten in Personalunion zur Hohenzollern-Krone. Die lockere, insbesondere für die wirtschaftliche Entwicklung günstige Anbindung Neuenburgs an die ferne Monarchie wurde 1815 auf die eigentümliche Doppel-Basis eines schweizerischen Kantons und preußischen Landesteils gestellt. Sowohl Friedrich Wilhelm III. wie besonders sein Sohn, der "Romantiker auf dem Thron", waren ihrem schweizerischen Besitz sehr zugeneigt - doch hinderte dies die Neuenburger nicht, sich im Zuge der Revolution 1848 von Berlin loszusagen. Endgültig wurde die Trennung keine zehn Jahre später besiegelt, als nach einem missglückten Royalistenaufstand der Preußenkönig von den europäischen Mächten in seinen Ansprüchen auf Neuchâtel nicht mehr unterstützt, sondern vor dem Hintergrund seiner Krimkrieg-Passivität vielmehr veranlasst wurde, im Pariser Vertrag vom 26. Mai 1857 (ratifiziert Marienbad, 19. Juni 1857) auf Neuchâtel zu verzichten.

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