Beseitigung von Staub und Schimmel an „Kassen des 19. und 20. Jahrhunderts“

Pressemitteilung vom 20.06.2019

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz erhält auch in diesem Jahr eine Förderung aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts.

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz erhält auch in diesem Jahr eine Förderung aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Über 24.000 Euro werden für die maschinelle Reinigung des stark mit Staub und Schimmel kontaminierten Archivbestandes „Kassen des 19. und 20. Jahrhunderts“ bereitgestellt. 

Der Bestand enthält die wichtigsten Aus- und Einnahmeregister der preußischen Staatskassen aus dem Zeitraum 1786 und 1924. Er wurde zuletzt im Kontext von längerfristigen Forschungsvorhaben zur preußischen Reformzeit an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften verstärkt nachgefragt. Die Verschmutzungen entstanden bei einem Magazinbrand, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs im Geheimen Staatsarchiv ausbrach. Schutt, Asche und Löschwasser führten zu einer starken Verunreinigung der Archivalien und lösten einen starken Schimmelbefall aus. Aufgrund der Intensität des Schadens ist die rein manuelle Trockenreinigung nicht ausreichend. Daher soll die Dekontaminierung der schwer geschädigten Archivalien nach dem von der Gesellschaft zur Sicherung von schriftlichem Kulturgut (GSK) entwickelten maschinellen CleanCP-Verfahren erfolgen. Die Reinigung basiert auf einem nichtwässrigen Tränkverfahren, bei dem die Papierfasern durchströmt und die Schmutzpartikel ausgeschieden werden. Mit den bewilligten Sondermitteln, die um erhebliche Eigenmittel des Archivs ergänzt werden, soll bereits die Hälfte der kontaminierten Archivalien gereinigt werden.

Bereits 2017 erhielt das Geheime Staatsarchiv aus dem damals erstmals aufgelegten Sonderprogramm der BKM eine bedeutende Zuwendung für die maßbezogene Verpackung großformatiger ostpreußischer Amtsbücher aus der Frühen Neuzeit. Die erneute Förderung, die auf einer Empfehlung des Fachbeirats der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) beruht, ist eine Anerkennung für die Bemühungen des Geheimen Staatsarchivs um den Erhalt seiner Bestände. Aus dem Sonderprogramm werden 2018 in einer ersten Runde 19 Vorhaben mit insgesamt 440.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert, die jeweils durch Förderprogramme auf Länderebene oder – wie im Geheimen Staatsarchiv – durch vorhandene Haushaltsmittel ergänzt werden.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der BKM vom 8. Juni 2018

Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts – KEK

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